Kategorie-Archiv: Japan Reise

Tag sechsundzwanzig, oder im Wandel der Zeit

Heute ging es nach Osaka in ein Museum welches die Lebensweise in Osaka zur Edoperiode zeigt. Dafür wurde im Gebäude ein Teil der Stadt nachgebaut.

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Man kann sich alte Geschäfte ansehen. Der Detailreichtum hier ist wirklich toll. Im Hintergrund werden Straßengeräusche abgespiel was unheimlich zur Stimmung beiträgt.

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Unter diesem Nachbau ist in einer weiteren Etage ein Raum, wo man sehen kann wie sich Osaka gewandelt hat.

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Modell Bauten zeigen in einem unglaublichen Detailgrad verschiedene Epochen.

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Nach dem Museum liefen wir durch die längste überdachte Einkaufsmeile Japans. Hier stellen sich einem zwei Fragen.
a) Wieso kostet alles was ich will immer soviel Geld?
b) Wieso darf ich nur 20kg als Gepäck im Flughafen aufgeben?

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Nach dem Einkauf trafen wir uns mit einer Freundin von Queddy. Wegen dem Auslandsjahr kennt er hier doch einige Leute weshalb wohl in den nächsten Tagen das Sighseeing, wie heute, durch Karaoke und andre Aktivitäten substituiert. Bis dann, euer Xerber.

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Tag fünfundzwanzig, oder Gold und Silber

Heute waren wir weiterhin in Kyoto unterwegs. Das Erste Ziel war ein kleiner Bambuswald in Kyoto. Die Ruhe hier wird zwar ab und zu vom vorbeifahrenden Zug gestört, aber ansonsten ein sehr netter Ort. In Japan ist es halt sehr selten, dass man kurzzeitig vergessen kann, dass man in einer riesigen Stadt ist.

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In der Nähe dieses Bambuswaldes haben wir auch unseren nächsten Kandidaten für komische Geschmacksrichtungen für Eis gefunden.

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Dieses mal handelte es sich um Maronen. Hat gut geschmeckt, viel besser als erwartet.
Nach dem Bambuswald kam Kinkakuji, der Gold Pavillion, an die Reihe.

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Das Gold strahlt einen so zu sagen richtig an. Der Anblick ist wirklich toll. Die Reflextion im Wasser macht dann das Bild nahezu perfekt. Neben dem Pavillion hat Kinkakuji auch noch einen netten Garten zu bieten.

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Nach Kinkakuji führte uns der Weg zu Ginkakuji, dem Silber Pavillion.

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Ja, Ginkakuji ist nicht wirklich silbern. Das hat eine ganz einfache Erklärung. Beim Bau plante man den Pavillion wirklich mit Silber zu überziehen, doch so wie es auch heute noch ist, ging das Geld vor der Fertigstellung aus, daher kein Silber für Ginkakuji. Nur noch der Name errinert an die Planung. Neben dem Pavillion ist hier ein schöner Steingarten und ein schöner normaler Garten. Der Garten hier ist größer als bei Kinkakuji.
Kaum war ich auf dem Gelände von Ginkakuji wurde ich von einem jungen Japanern angesprochen. Er sollte englisch sprechen üben, daher stellte er mir Fragen auf englisch in Anwesenheit seines Lehrers. Es gab dann auch noch ein Foto als Belohnung.

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Den Rest des Nachmittags verbrachten wir mit Souvinier Einkäufen. Am Abend waren wir mit einem Professor verabredet, den Queddy noch aus seinem Austausch Jahr hier kennt. Zu essen gab es selbstgemachtes Okonomiyaki. Laut eigener Aussage des Professors macht er die besten Okonomiyaki im Kansai Stil. Lecker!

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Tag vierundzwanzig, oder verdammt schon wieder ein Tempel

Da wir in Kyoto waren gab es quasi nur eine Sache zu tun, Tempel und Schreine besichtigen. Man kann ohnehin keine 100m in Kyoto laufen ohne über einen zu stolpern. Angefangen haben wir in Fujimi-inari. Der Götterbote an diesen Ort ist der Fuchs, daher findet man ihn relativ häufig an diesem Ort in Form von Statuen an.

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Aber wofür er dieser Schrein besonders berühmt ist, sind die hunderte an Tori die hier stehen und Teils so was wie Tunnel erzeugen.

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Das erzeugt fast ein Tunnelblick, aber wer ab und zu doch nach links und rechts schaut kann so einiges entdecken.

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Da Fujimi-inari ein 4km langer Wanderpfad um und auf einen Berg ist gönnten wir uns mal wieder ein Eis mit komischer Geschmacksrichtung.

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Diesmal handelt es sich um Soyabohnen Mehl Geschmack. Könnte mir gut vorstellen, dass sich das auch in Deutschland verkaufen ließe.
Nach Fujimi-inari machten wir uns auf zu zwei Tempel nahe des Hauptbahnhofes, doch wie sich herrausstellte gab es eine Renovierung oder Ausstellung, so dass der Tempel nicht in seiner vollen Schönheit zu bewundern war.
Nach dieser kleinen Enttäuschung machten wir uns zu Sanjusan-gendo. Dieser Tempel war besonders für mich interessant, da hier früher Kyudo Wettkämpfe ausgetragen wurden. Aufgabe war es nicht nur ein Ziel in 120m Entfernung zu treffen, sondern auch in 24 Stunden so viele Pfeile wie möglich zu ab zu schießen. Das ist wirklich eine Leistung, sowohl körperlich auch als geistig.

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Neben der langen Schußstrecke gibt es hier schöne Statuen von Buddistischen Gottheiten zu bewundern, leider war das Fotographieren hier strengstens untersagt.
Danach ging es zu Queddys lieblings Schrein, Kiyomizudera.

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Der Weg führte uns vorbei an einem Friedhof, die sehen hier viel beeindruckender aus als unser Friedhöfe, finde ich.

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Zurück zu Kiyomizudera, dieser Schrein ist sehr berühmt. Die interessanteste Geschichte über diesen Schrein hat mit diesem Abhang zu tun.

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Angeblich überlebt man einen Sturz aus dieser Höhe immer. Die Statistik von Leuten die dort runter gesprungen sind, wobei ichnicht weis wie groß die Menge an Leuten ist, zeigt wohl, dass die Uberlebenschance bei 85% liegt.

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Tag dreiundzwanzig, oder vier gewinnt

Gleich am Morgen ging es heute nach Zentsuji, einem kleinem Ort auf der Insel Shigoku. Hier findet man den gleichnamigen Tempel. Auf dem Weg zu diesem Tempel begegneten wir einer alten Dame, wir haben nicht ganz verstanden was sie uns sagen wollte, doch gab sie uns diese kleinen Figuren, gemacht von ihrer Tochter:

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Was wir inzwischen aus dem Gespräch entschlüsselt haben, oder glauben entschlüsselt zu haben ist, scheinbar wird ist die alte Dame 77 geworden. Ihre Tochter hat diese Figuren gemacht und die Mutter verteilt sie jetzt. Scheinbar eine Art Ritual für Glück. Aber wie gesagt, wir haben sie nicht so ganz verstanden.
Der Zentsuji Tempel ist wirklich groß und gehört zu den 88 Tempel auf Shigoku. Hier sieht man viele Pilger, und das Fotographieren des inneren Raums ist erlaubt, juhuu.

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Neben diesem Altar gibt es einen unterirdischen dunklen Pfad der mehr als 100m lang ist und wenn ich dunkel sage meine ich dunkler als eine mondlose Nacht weit ab von Städten mit geschlossenen Augen. Dieser Gang raubt einem komplett den Sehsinn. Was sehr interessant ist. Queddy ging den Gang vorraus und obwohl ich ihn wirklich nicht sehen konne, so wusste ich doch sehr genau wann ich zu nahe kam und wann er abbog. Verständlicher weise hab ich kein Foto von dem Gang, malt euch einfach ein komplett schwarzes Bild.
Da wir noch Zeit hatten besucht wir noch einen kleinen Schrein. Danach ging es sofort weiter nach Okayama. Hier besuchten wir das örtliche Schloß. Es wird aufgrund seiner Dachfarbe auch als schwarzer Rabe bezeichnet.

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Im Schloß ist wie meist ein Museeum, hier hab ich mich von meinen Dienern durch tragen lassen ^^.

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Nach dem Schloß folgte der Garten neben an. Mir gefallen diese japanischen Gärten wirklich gut.

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Am Abend sind wir nach Kyoto, der alten Hautstadt, gefahren. Hier sind wir gleich wieder mal Okonomiyaki essen gegangen. Aber das Okonomiyaki hier ist anders als in Hiroshima.

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In Hiroshima werden die Sachen geschichtet, hier packt man alles in den Teig und brät das gemisch. Zum schluß noch eine kleine Sache zur Farbwahrnehmung, Japaner bezeichnen dieses Getränk als blauer Apfel.

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Wo wir Eindeutig von grün reden würden sprechen die hier von blau. Achon interessant. Bis dann, euer Xerber.

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Tag zweiundzwanzig, oder himmlische Höllen

So, da sind wir, in Beppu der Onsen Stadt. Hier gibt es so viele natürliche Quellen, dass nicht nur unser Hotel sein eigenes Onsen hat, sondern auch Häuser damit geheitzt werden. Wasserdampfwolken sind hier kein seltener Anblick.

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Am frühen Morgen machten wir uns schon auf eine kleine Wanderung, unser Ziel ein „verstecktes Onsen“. Hierbei handelt sich es einfach um Onsen, die nicht einfach zu erreichen sind (irgendwo in der Wildnis) und nicht gewerblich genutzt wird. Die Wanderung führte uns an sehr nette Orte, vorbei an Bambus und kleinen Flüssen.

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Von unserem Weg aus war sogar ein anderes verstecktes Onsen zu sehen.

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Dann war es soweit, wir kamen an unserem Ziel an.

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Da wir nicht alleine waren gibt es jetzt erstmal keine Bilder mehr. Das Onsen heißt Eninyu und besteht aus mehreren Becken an einem Fluß. Eine kleine Hütte beim Onsen dient als Umkleide, ansonsten ist alles um einen herum Natur pur. Ein Becken hat sogar 43 Grad Celsisus heißes Wasser. Das alleinige Betreten des Beckens ist mit schmerzen verbunden. Nach einer Weile stillen sitzens im Wasser bekommt man das Gefühl, dass die Haut taub wird. Wahrscheinlich weil sie gerade abstirbt. Dann wird einem klar, dass man da wieder raus muss, leider wird das Wasser gefühlt wärmer wenn man sich bewegt, was wieder schmerzen bedeutet. Doch hat man das überlebt hat man ein Gefühl der Entspanntheit.
Nach Hebinyu ging es weiter in ein Schlamm Onsen, hier kann man sich so richtig mit heißem Schlamm einschmieren, wirklich toll. Leider auch hier keine Fotos erlaubt.
Danach besichtigten wir eine Höllenonsen. Hierbei handelt sich um eine Reihe natürlicher Quellen mit 80-95 Grad Celsius Wasser Temperatur. Natürlich kann man nicht in diesen Quellen baden. Aber durch die Mineralien im Wasser sind die Quellen schön an zu sehen.

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Danach besuchten wir noch eine weiteres Onsen. Dies hat verschieden Becken und sogar ein Außenbad. Besonders gefallen hat mir hier das Wasserfall Bad. Ein Wasserstrahl fällt aus mehreren Metern höhe ungebremst herrunter. Dadurch kann man sich sehr gut massieren lassen.
Am Abend fuhren wir nach Hiroshima, wiedereinmal dient uns dieser Ort nur als Sprungbrett um ewig lange Fahrten am Stück zu vermeiden. Bis dann, euer Xerber.

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Tag einundzwanzig, oder bitte nicht Atmen

Heute verschlug es uns zum Aso-san. Wieder ein sehr aktiver Vulkan.

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Wir liesen uns von einem Bus zur Seilbahnstation fahren, von wo aus wir zum Krater wollten. An der Seilbahnstation angekommen mussten wir entsetzt feststellen, dass Aso-san gerade seine Umgebung so sehr mit giftigen Gasen füllte, dass 1km um den Krater niemand sein durfte. Sprich die Fahrt weiterhinnauf war verboten. Von diesem Schicksalsschlag getroffen gönnten wir uns zuerst ein Eis.

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Dieses mal ist die Geschmacksrichtung Süßkartoffel. Eigentlich ein sehr netter Geschmak. Als wir aus dem Eisladen rauskamen sahen wir, wie eine Lamge Schlange Autos den Aso-san hoch fuhren. Der Kraterrand war wieder so weit begehbar. Wir also zum Bus, der uns weiterruf tragen sollte. Oben angekommen roch man auch gleich den Schwefel in der Luft. Schon nach kurzer Zeit fühlte man ein leichtes Kratzen im Halz, keiner blieb vom Husten verachont den diese Luft erzeugt. Am Kraterrand war such zu sehen, woher diese Gase her kamen.

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Nachdem wir uns den Vulkan schön angeschaut hatten gingen wir nochmal in den Souvenier Laden. Als wir da uns umschauten, kam ein Mann mit Mundschutz, schwarzer Jacke und Mäßgerät auf Queddy zuund machte mit den Armen ein X. Der Kraterrand wurde Evakuiert, die giftigen Gase hatten ein bedänkliches Level erreicht.
Unten bei der Seilbahnstation angekommen, musste ich feststellen, dass mein Strohhut auch mich inzwischen zu einer Sehenswürdigkeit gemacht hat. Eine alte Dame wollte ein Foto von mir, zwei Kerle ein Foto mit mir (aufgenommen von jeweils 4 Kameras) und noch eine andere alte Dame wollte ein Foto mit mir. Leider viel mir erst zu spät ein auch ein Foto mit den Japanern zu wollen. Naja, dass nächste Mal.
Nach dem Fotoshooting und einer Wanderung im Umland von Aso-san ging es mit dem Zug zu unserem Nachtlaga, Beppu. Beppu ist bekannt für seine vielen Onsen. Hier gibt es so viele Onsen, dass selbst unser Hostel ein eigenes besitzt. Wir zogen auch sofort los in ein Onsen in unserer Nähe. Hier nahmen wir mal kein normales Bad, sondn ein Sandbad. Beim Sandbad wird man bis auf den Kopf in heisem Sand von netten Damen eingegraben, errinert ein wenig an die Zeit wo man sich als Kind am Strand eingebudelt hat. Der Sand ist warm, auch wenn man die Wärme interessanter weise kaum spürt. Es ist wirklich eine interessante Erfahrung. Die Sandmassen drücken einem auf Brust und Bauch was das atmen leicht erschwärt. Die Wärme nimmt man zwar kaum war aber trotzdem schwitzt man sehr stark. Der Schweiß fängr irgendwann auch an zu kitzeln doch die Hände sind ja im Sand also kann man nichts dagegen tun. Nach 15min darf man dann auch aufstehen.
Das wars dann für heute, morgen stehen mehr Onsen auf der Liste. Bis dann, euer Xerber.

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Tag zwanzig, oder Ashe auf mein Haupt

Hallo, gestern hab ich euch von dem schwarzen Pulver auf den Straßen in Kagoshima erzählt. Nun stellt sich die Frage, was ist dieses Pulver und warum streuen es die Kagoshimia-aner auf ihre Straßen. Bei dem Pulver handelt es sich um Asche und die Japaner streuen es nicht auf ihre Straßen. Gestreut wird von dem hier:

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Bei dieser Insel handelt es sich um Sakurajima, einer Insel mit etwa 27km Umfang. Wobei, dass stimmt nicht, es ist eine Halbinsel, aber dazu später mehr. Der Berg auf der Insel ist ein aktiver Vulkan, der von Zeit zu Zeit Asche Wolken aus stößt und wenn der Wind richtig steht bekomt Kagoshima schwarze Asche ab.

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Der Vulkan spuckt mehrmals am Tag diese Aschewolken aus und manchmal spuckt er auch Lava. Einer dieser Eruptionen verband die Insel mit einer Halbinsel, womit aus der Insel eine Halbinsel wurde.
Trotzdem leben hier viele Menschen. Die Kinder gehen mit Schutzhelmen zur Schule um im Fall eines Ausbruches vor kleinen Splittern sicher zu sein. Asche und Sclamm machen es den Leuten auch nicht einfacher. Hier ein Tori, was vom Auswurf fast vergraben wurde:

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Auf dem fruchtbaren Boden bauen die Leute zum einem die größten Daikon (eine Art Rettich) an und die kleinsten Mandarinen.

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Nach einer geführten Bus Tour gingen wir in Sakirajima noch in ein Onsen welches an ein Hotel angeschlossen ist. Im Onsen ist der Schrein des Drachen Gottes, daher darf man hier nicht nackt baden sondern muss ein Yukata (Nennen wir es mal heute einfach Bademantel) anziehen, dass das Onsen im offenen ist und einen Ausblick aufs Meer hat spielt wahrscheinlich auch eine Rolle. Da man nicht nackt ist, gehört dieses Onsen zu den wenigen, wo nicht nach Geschlecht getrennt wird, leider kamen eine schönen Japanerinnen ins Bad, verdemmt.
Als wir die Insel verließen gab es vom Vulkan noch ein Abschieds Geschenk.

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Ein wirklich interessanter Ort. damit haben wir den südlichsten Punkt unserer Reise erreicht. Von nun kann es nur noch nördlicher werden. Bis morgen, euer Xerber.

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Tag neunzehn, oder die zweite Bombe

Errinert ihr euch noch an die Taifune die ich erwähnte? Der eine, traf scheibar nie auf Japan direkt. Dem anderen sind wir geschickt ausgewichen. Zur Zeit tobt er in der Gegend von Morioka und Tokyo. Das Beben der Stufe 5 in der Gegend macht es bestimmt nicht besser. Aber wir haben ein unglaubliches Glück. Ab morgen mindestens eine Woche Sonnenschein. Ich befürchte dieser Urlaub braucht all mein Glück auf. Sogar ein Regenbogen haben wir bekommen.

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Zurück zur Reise. Heute waren wir in Nagasaki, Ort des zweiten Atombomben abwurfes. „Fat Man“ explodierte 500m über dem Boden. Unterdem Explosionspunkt steht ein Mahnmal.

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Im Umkreis von 1km war die mortalitäts Rate 100% und selbst in 3-4km gab es schwäre Schäden an Personen und Gegenständen.
Auch hier gibt es ein Museum und da weder Queddy noch ich bisher in Nagasaki waren sind wir rein. Ein mietbarer Audioguide hilft alles gut zu verstehen und auch an englischen Erklärungen mangelt es nicht. Man sieht zerstörte Gebäude und Gegenstände, ein Modell der Bombe und auch Bilder der Opfer (keine Angst die stelle ich hier nicht rein).

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Was mich jedes mal beeindruckt sind die „eingebranten“ Schatten. Hier zum Beispiel sieht man die Schatten von Blättern, kein Muster!

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Das Museum ist kleiner als das in Hiroshima und ist mehr auf schockieren ausgelegt. Insgesamt ein sehr gutes Museum mit der richtigen Atmosphäre für dieses Thema.
Aber das was mich am meisten Beidruckt hat sind diese beiden Überlebenden der Explosion, sie waren nur 800m von der Abwurfstelle entfernt und ihnen geht es scheinbar so weit blendent.

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Es sind die beiden Bäume. Die Explosion raubte den Bäumen all ihre Blätter und zerstörte die Rinde vollkommen. Das Holz war schwarz verkohlt von der Hitze, man hielt beide Bäume für Tot. Doch mit der Zeit erholten sich beide Bäume, die Rinde wuchs nach und die Blätter blühten wieder.
Am Abend gingen wir dann nach Kagoshima. Hier liegt auf den Straßen dieses schwarze Pulver rum.

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Doch was es mit dem schwarzen Pulver auf sich hat erkläre ich euch erst morgen, euer Xerber.

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Tag achtzechn, oder der Rehflüsterer

So, heute bin ich etwas früher zum schreiben gekommen, daher noch ein paar Nachträge zu gestern.
Okonomiyaki: bei Okonomiyaki handelt es sich um ein Gericht welches in der Hiroshima Art in Schichten aufgebaut ist. Teig, Nudeln, Salat, Sojasprossen, Fleisch und was man sonst so noch drauf tun kann und das Ei nicht zu vergessen. Oben drauf kommt dann noch eine Schöne Schicht Soße und grünes Pulver, keine Ahnung welche Pflanze dafür verwendet wird.
Peac Memorial Park: Queddy und ich haben uns dafür entschieden nicht ins Peace Memorial Museum zu gehen, da wir beide schon bei früheren Besuchen drin waren. Für jeden der noch nicht drin war kann ich es nur empfehlen aber ein zweites mal muss nicht sein. Der A-Dom war frühernein Finanzgebäude. Die Atombombe explodierte relativ genau über diesem Gebäude in der Luft. Das Kuppelförmige Dach schmolz aber die Wände blieben weitgehent in takt da die Kraft der Explosion direkt von oben kam.
Nun zum heutigen Tag. Wir machten uns morgens auf nach Miyajima. Viele werden den Ort kennen auch wenn ihnen der Name nichts sagt. Es handelt sich um die Insel auf der das berühmte Tori im Wasser steht.

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Hier zum Tori gehört nartürlich auch ein Schrein.

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Interessant an allem ist, dass bei Flut der ganze Schrein vom Wasser umgeben ist. Bei Ebbe kann man zum Tori laufen. Abgesehen davon gibt es viel zu zutrauliche Rehe.

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Das Bild wurde ohne Zoom aufgenommen, das Reh stand Quasi mit der Schnauze vor dem Objektiv. Zeitweise verfolgten uns zwei Rehe um an unsere Brote ran zu kommen. Die lassen sich auch von nichts abschrecken und ich dachte die Rehe in Nara sind aufdringlich.
Neben aufdringlichen Rehen und berühmten Tori gibt es einige nette Tempel.

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Am späten Nachmittag ging es dann nach Fukuoka. Leider regnete es wieder in Strömen. Wir gingen erstmal in den Tempelbezirk doch mussten wir feststellen, dass die Tempel um 16:30 schon zu sind.

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Deswegen gingen wir gleich zum Abendessen über. Diesmal in einem Kleinen Schuppen am Fluß.

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Ach ja, warum wir in letzter Zeit pech mit dem Wetter haben liegt daran, dass zwei Taifune (Klugscheißer Modus an: Taifun setzt sich aus den japanischen Worten Tai = Groß und Fun = Wind zusammen) über Japan ziehen. Wir bekommen zur Zeit nur die Ausläufer ab und bis auf das schlechte Wetter ist alles ganz gut. Bis dann, euer Xerber.

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Tag siebzehn, oder vergiss deinen Regenschirm nicht.

Hallo allerseits. Morgens sprangen wir mal wieder in den Zug und fuhren nach Kanazawa. Die erste Stadt mit funktionierendem Touri Bus System. Hier fahren die Touri Busse alle 12 Minuten. Das nenne ich eine gute Taktung. Das Bahnhofsgebäude hat sogar ein Tori am Eingang.

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Ausserdem haben die eine sehr interessante Wasseruhr.

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Auf der Fahrt mit dem Bus erfuhr ich, dass es in Kanazawa im Durchschnitt an 175 Tagen im Jahr regnet, was wir auch zu spüren bekamen. Egal ob im ehemaligen Geisha District oder im Garten immerzu strömender Regen, so macht fotographieren keinen Spaß.

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Vielmehr gibt es an dieser Stelle auch nicht zu erzählen, ab gesehen mal von den zwei neuen Eissorten für die Rubrik komische Geschmacksrichtungen.

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Das erste ist Soja, das zweite Tofu. Soja schmeckt sehr lecker, hat was von Milch. Tofu schmeckt leicht nussig.
Am Abend ging es dann nach Hiroshima. Sofort machten wir uns auf Okonomiyaki zu essen.

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Okonomiyaki wird oft als herzhafter Pfandkuchen beschrieben, was ihm nicht ganz gerecht wird, aber lassen wir heute mal fünfe grade sein. Ist schon sehr spät hier.
Zu guter letzt waren wir im Peace Memorial Park hier Nachtaufnahmen von A-Dome, dem Gebäude, welches direkt unter der Bombe stand bei der Explosion, und dem Mahnmahl.

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Tut mir leid, dass es heute alles eher spärlich ist, hier ist aber schon Mitternacht und ich will noch unter die Dusche. Gute Nacht, euer Xerber.

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